E-Mobilität

Wallbox mit PV-Überschussladen: Mit dem eigenen Dach tanken

12. Juli 2026·4 Min. Lesezeit·Kurban Energie & Gebäude

Was Überschussladen bedeutet

Eine normale Wallbox lädt stur mit voller Leistung — egal, woher der Strom kommt. Beim PV-Überschussladen misst ein Energiemanagement am Netzanschluss, wie viel Solarstrom gerade übrig ist, und regelt die Ladeleistung dynamisch genau darauf ein. Ergebnis: Das Auto lädt bevorzugt dann, wenn Ihr Dach mehr produziert, als das Haus verbraucht — mit Strom, der Sie nur die entgangene Einspeisevergütung „kostet".

Bei typischen Pendlerstrecken deckt ein durchschnittliches Hausdach im Sommerhalbjahr einen Großteil des Fahrstroms. Der Preisvorteil gegenüber öffentlichem Laden ist erheblich.

Was die Technik dafür können muss

  • Regelbare Wallbox mit passender Schnittstelle zum Energiemanagement (nicht jedes Gerät kann feinstufig regeln)
  • Energiemanagement/Smart Meter, das Erzeugung und Hausverbrauch live sieht
  • Mindestladeleistung beachten: Unter ca. 1,4 kW (einphasig) lädt kein Auto — an trüben Tagen kombiniert das System deshalb Sonne + Netz oder wartet
  • Sinnvolle Extras: Phasenumschaltung 1-/3-phasig für mehr Regelbereich, geeichter Zähler (MID), falls der Arbeitgeber Ladekosten erstattet

Anmeldung nicht vergessen

Jede Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden, ab 12 kW ist sie genehmigungspflichtig. Als eingetragener Fachbetrieb im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers übernehmen wir Anmeldung und Inbetriebnahme-Protokoll mit. Als steuerbare Verbrauchseinrichtung profitiert die Wallbox außerdem von reduzierten Netzentgelten — Details im Ratgeber § 14a EnWG einfach erklärt.

Aus einer Hand geplant

Wallbox, PV und Speicher sind ein System — wer sie zusammen plant, spart doppelt. Starten Sie mit dem Photovoltaik-Check (Wallbox-Frage inklusive) oder schauen Sie sich die Leistung Elektrotechnik & Wallbox an.

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